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19. Mai 2009 Verein

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2009
Dienstag, 9. Juni 2009, 19.30 Uhr, Cafe Röhren, Mühlenstr. 10, Paderborn

Einladung 2009 blanko

Tagesordnung

1. Bericht des Vorstandes
2. Bericht der Kassenprüfer
3. Entlastung des Vorstandes
4. Neuwahl des gesamten Vorstandes

a. 1. Vorsitzende/r
b. 2. Vorsitzende/r
c. Geschäftsführer/in
d. Kassierer/in

5. Wahl der Kassenprüfer/innen
6. Verschiedenes

 

Liebe Mitglieder,

hier ist ein kurzer Überblick über das vergangene Jahr; mehr dazu auf der Versammlung:

Große Themen lagen an. Die Müllverbrennungsanlage Mönkeloh hat uns viel Zeit, Energie und Geld gekostet. Ohne Fritz Buhr, der als Sprecher der Umweltverbände viele Akten zwecks Stellungnahme zugeschickt bekommt und diese vor allem auch liest, wäre uns und allen späteren Gegnern nicht die Brisanz des Themas vor Augen geführt worden. Der Wider­stand entwickelte sich durch eine pro grün Veranstaltung im Westfalenkolleg mit Ingo Gödeke und Claudia Baitinger, die beide überregional im ehrenamtlichen Umweltschutz aktiv sind, und er bekam durch die Bürgerinitiative eine ganz wesentliche Unterstützung. Durch die gerichtlich bestätigte Veränderungssperre hat sich das Thema wahrscheinlich erledigt.

Fast schon nahtlos schloss sich das nächste Thema an: der bedrohte Naturraum Senne. Durch den Bau von Betonstraßen und Kampfdörfern durch das britische Militär würden die Schädi­gungen der Sennelandschaft ein nicht mehr tolerierbares Ausmaß annehmen. Hier haben wir von vornherein versucht, mit einem Aktionsbündnis aktiv zu werden, bei dem wir nun stolze 16 mitstreitende Organisationen zählen können. Gemeinsam haben wir über 10.000 Unter­schriften gegen den weiteren Ausbau gesammelt. Ein Teilerfolg ist bereits zu ver­zeichnen: der Verzicht auf die Betonierung von 49 km Panzerstraßen und den Bau von drei der sechs geplanten Kampfdörfer sowie des Höhlenkomplexes und zweier Stützpunkte. Wir sollten auf der Mitglieder­ver­sammlung diskutieren, ob jetzt nicht der "Einstieg in den Ausstieg" aus der militärischen Nutzung der Senne voranzutreiben ist.

Neben diesen großen Themen sind wir auch wieder im praktischen Umweltschutz aktiv:

Sehr interessant war das Baumschneide-Seminar auf der von uns angelegten Obst­baum­wiese nahe der Universität auf einem Überflutungsgelände, die sich zu einem öko­logischen Schmuckstück entwickelt hat. Sehr pfiffig ist dabei eine spezielle Leiter mit nur einem Holm (Tiroler Steige), die wir als pro grün anschaffen und an Interessenten verleihen könnten - kostenlos für Mitglieder. Im Sommer oder Herbst wird die Veranstaltung noch einmal wieder­holt; evtl. in Kombination mit der Obsternte.

Klimaschutz und Luftverschmutzung sind weitere Felder, auf denen pro grün arbeitet. Dieter Dubisch befasst sich mit Vertretern verschiedener Institutionen mit dem Klimaschutz in Paderborn, ausgelöst durch den Film „Eine unbequeme Wahrheit“, für den wir zwei Sondervorstellungen mit großer Besucherresonanz arrangiert hatten. Das ist leider immer noch ein sehr zähes Thema, bei dem auch die Stadt nicht unbedingt Vorreiterrolle spielt. Zudem arbeitet er auf Einladung der Bezirksregierung Detmold mit an der Erstellung eines Luftreinhalteplans für Paderborn. Dieser ist notwendig geworden, da in der Bahnhofs- und Friedrichsstraße die zulässigen Grenzwerte überschritten werden.

Im Herbst führen wir in dem vor vielen Jahren in der Vüllersheide angelegten Biotop einen notwendigen Arbeitseinsatz durch. Dazu werden wir auch bezahlte Hilfe in Anspruch nehmen müssen, da wir derzeit keine Mitglieder haben, die von der Kompetenz, Kraft und Zeit her diese Aufgabe stemmen können.

Dieses und vieles andere veröffentlichen wir, außer in der Tagespresse, im Internet; auch verschicken wir aktuelle Informationen per E-Mail an die Mitglieder, deren E-Mail Adresse wir haben. Dass wir damit nur einen Teil von Ihnen erreichen können, ist uns schmerzlich bewusst und der Preis für die ansonsten wesentlich vereinfachten und umfangreicheren Kommunikationsmöglichkeiten.

Bitte kommen auch Sie zur Mitgliederversammlung, um anstehende Entscheidungen mit uns zu diskutieren, denn das vergangene Jahr hat wiederum deutlich gemacht, dass die Stimme von pro grün bei Behörden und in der Öffentlichkeit Gewicht hat und wahrgenommen wird.

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