Fracking noch vor der Sommerpause wohl zunächst gescheitert

Sigmar Gabriel hatte, so in einem Schreiben an die Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Bundestages Gesine Lötzsch v. 23. Mai dieses Jahres, noch vor der Sommerpause eine "Kabinettsbefassung" zum Thema Fracking angestrebt.  Diese ehrgeizige Terminierung kann er jetzt wohl nicht mehr einhalten: Seine Parteifreundin und Umweltministerkollegin Barbara Hendricks scheint sich quer zu legen und der öffentliche Widerstand gegen Fracking wächst..

Gabriels Brief an die Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Dr. Gesine Lötzsch

Nicht nur wir von pro grün sondern breite Kreise der Öffentlichkeit sind entsetzt, wie Gabriel, munitioniert von seiner Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) mit einem Kuratorium des Who-is-Who aus der Energiewirtschaft, seine Fracking-Pläne vorantreibt und offenbar gänzlich vergessen hat, was er vor der Wahl versprochen hat. 

In dem Schreiben lässt er endlich die Katze aus dem Sack und sagt deutlich, was er eigentlich will: Fracking um jeden Preis, denn die Einschränkungen sind weniger als nichts!

  1. Frackingverbot in Wasserschutgzgebieten. - Ist das nicht eine Selbstverständlichkeit?
  2. Beteiligung der Wasserbehörden an dem Genehmigungsverfahren. - Behörden sind politisch geführt - das bringt gar nichts!
  3. Einführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung auch bei geringen Fördermengen. - Umweltverträglichkeitsprüfungen sind leider meist nur zahnlose Tiger, wie unsere Naturschutzverbände aus jahrzehntelanger leidvoller Erfahrung wissen. Gut bezahlte Gutachter mit Professorentitel können alles passend und damit genehmigungsfähig machen, so wie es der Auftragsgeber gerne hat. Die Paderborner haben da ihre Erfahrungen gemacht beim Erörterungsverfahren zur Genehmigung der MVA in Mönkeloh.
Zum Anfang