Gärtnern von Zauberhand

Hochbeet im Mitmachgarten Riemeke

Als Barbara Leiße vom Umweltschutzverein pro grün einen Bericht über innerstädtisches Gärtnern auf dem Tempelhofer Feld las, wusste sie, dass es das auch in der Innenstadt von Paderborn geben sollte. Ein halbes Jahr dauerte es, bis das Grünflächenamt grünes Licht für ein solches Projekt gab und seitdem gibt es ihn, den Mitmachgarten. „Gute Ideen zu haben fällt einer Künstlerin nicht schwer“ sagt Barbara Leiße, aber der Inspiration musste nun die Transpiration folgen. Mit Hilfe von einzelnen Einsätzen befreundeter Gruppen wie Greenpeace, Attac, Wohnen in Gemeinschaft u.a. wurden innerhalb eines Monats gespendete Beerensträucher gepflanzt. Weitere Spendenaufrufe erbrachten alte Bauerngartenstauden Rhabarber und Samen von Ringelblumen. Der Boden wurde durch Kompost, gepflanzte Kartoffeln und Grünsaat immer besser. Das benachbarte Wildholzatelier baute aus einer zusammengebrochenen alten Holzbank ein Kräuterbeet. Ein Hochbeet folgte, gebaut aus alten Eisenlattenrosten. Der Abfallentsorgungsdienst spendete Kompost, den das Grünflächenamt lieferte. Anlieger kamen mit Schubkarren und halfen beim Auffüllen des Hochbeetes und innerhalb von 3 Jahren wuchs ein Garten heran, der im Wesentlichen von Zufallsgärtnern betrieben wird. „Der Lohn ist mehr, als ich je zu hoffen gewagt habe.“ sagt Barbara Leiße. Lediglich im Frühjahr und im Herbst erfolgt ein Großeinsatz des Umweltschutzverbandes, der die Strukturen erhält.

Auch bei Pfanzschildern wird schon vorhandenes Material wiederverwertet

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