O2-Mobilfunkmast Schloß Neuhaus

O2-Mobilfunkmast Schloß Neuhaus

Text der Pressemitteilung von pro grün und die Reaktionen der beiden Zeitungen

Bürgermeister gefragt

Vorweg sei eindeutig festgestellt: Rein formalrechtlich ist gegen die Errichtung des seit langer Zeit durch die Firma O2 geplanten Mobilfunkmastes nichts einzuwenden. Allerdings kann bezweifelt werden, dass seitens der Stadt Paderborn alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, einen Alternativstandort zu finden. Wenn man berücksichtigt, dass mehrere Anwohner des Neubaugebietes Kuhlenkampshof sich vor wenigen Jahren ausdrücklich vor dem Grundstückskauf ausdrücklich haben bestätigen lassen, dass sich in unmittelbarer Nachbarschaft keine Mobilfunkantennen befinden, kann man die Wut und Enttäuschung der Anwohner verstehen.

Herr Paus ist persönlich gefragt, wenn es darum geht, einen vernünftigen Kompromiss mit dem Mobilfunkanbieter zu erreichen. In der schwäbischen Gemeinde Baltmannsweiler hat sich der Bürgermeister persönlich dafür eingesetzt, dass ein (auch genehmigter) Mast aufgestellt werden konnte*:

Nach jahrelangen ergebnislosen Verhandlungen mit der Gemeinde versuchte O2 am vergangenen Freitag gegen den Willen von Verwaltung und Bevölkerung einen Mobilfunksendemast im Wohngebiet zu stellen. Das ließen sich die Bürgerinnen und Bürger der Schurwaldgemeinde nicht gefallen und blockierten den LKW mit einem quergestellten Gabelstapler. Bürgermeister Martin König stoppte schließlich per Polizeirecht das Abladen des Masten.

Die Begründung, weshalb die Alternativstandorte laut O2 nicht infrage kommen, sollte kritisch überprüft werden. Bisher fehlt eine glaubwürdige Begründung.

Laut einer Verbändevereinbarung haben sich die Mobilfunkanbieter bereits vor Jahren bereit erklärt, zukünftige Standorte “im Einvernehmen“ mit der Gemeinde zu finden.

Völlig nutzlos wäre das sture Pochen auf Vertragserfüllung seitens O2, wenn viele Betroffene sich einig wären, und Ihren Vertrag mit O2kündigen würden, wie in einer Gemeinde des Kreises Paderborn vor einiger Zeit propagiert wurde.

Pro grün fragt in diesem Zusammenhang, warum die bereits vor einigen Jahren eingeführte Darstellung der Mobilfunkmasten im Stadtplan auf der Paderborner Internetseite zwischenzeitlich für mehrere Jahre verschwunden war. Dort hätte der geplante Standort von den Grundstückskäufern eingesehen werden können.

*Quelle: http://www.diagnose-funk.de/soziales/proteste/schwaebisches-dorf-verhindert-o2-mastaufbau.html vom 12.10.2009

 

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