Bericht über Jahreshauptversammlung 2017

- Fahrverbot verhindern statt aussitzen

Pro grün hat auf seiner Jahreshauptversammlung Politik und Verwaltung aufgefordert, endlich mit höchster Priorität Maßnahmen zu ergreifen, die eine nachhaltige Reduzierung der Schadstoffbelastung in der Innenstadt bewirken.

 Vorstand pro grünJHV 21Nov17

v.l.n.r.: Hans Heinrich Wanko, Alena Steuer, Dieter Dubisch, Hubert Vitt-Wagener

Die immer wieder gepriesene Umrüstung der Busflotte des Padersprinters – darüber waren sich alle Mitglieder einig - wird nicht ausreichen. Nach heutigem Wissensstand trägt der motorisierte Individualverkehr die Hauptschuld. Geschäftsführer Hans Heinrich Wanko berichtete von einem Schreiben an den Bürgermeister Michael Dreier, in dem er bereits Anfang des Jahres auf die Gefahren für die Gesundheit hingewiesen hatte und nach geplanten Maßnahmen gefragt hatte. Das Antwortschreiben war höflich aber sehr allgemein gehalten.

Pro grün Vorsitzender Dieter Dubisch forderte eine zügige Umsetzung der von Mitgliedern der Projektgruppe „Initiative für Radfahrer in Paderborn“ ehrenamtlich ausgearbeiteten „günstigen Routen“. Mit möglichst geringem Aufwand sollen Verbindungen zwischen Ortsteilen und Innenstadt hergestellt werden, um Anreize für Pendler zu schaffen, vom PKW aufs Rad umzusteigen. Dubisch betonte, dass sei die preisgünstigste Möglichkeit den Anteil des Autoverkehrs in der Innenstadt zu verringern. Inzwischen hat die Initiative ihre Aktivitäten auf andere Gemeinden (Borchen, Hövelhof) erweitert. Erfreut wurden die jüngsten Verlautbarungen der Mehrheitspartei in Stadt und Kreis zu diesem Thema zur Kenntnis genommen. Spannend bleibt abzuwarten, ob den verbalen Ankündigungen Taten folgen. Nach pro grün Vorstellungen sollten in fünf Jahren fünf Ortsteile mit der Innenstadt „günstig“ verbunden sein. Die Routenvorschläge sind unter www.radalarm.dezu sehen.

Über Anregungen zu weiteren Verbesserungen freuen sich die Mitglieder der Initiative.

Die aktuelle Situation der geplanten Paderauenbebauung am Kalberdanz erläuterte Fritz Buhr. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die geplante Verdichtung am Rande der sensiblen und ökologisch so wertvollen Paderaue abzulehnen sei und dass der Verein im Rahmen der Offenlage erneut seine Bedenken vortragen solle.

Barbara Leiße berichtete darüber, dass die Obstbaumwiese an der UNI durch einen Pflegevertrag mit der Stadt und durch Kooperation mit dem BUND und einem befreundeten Imker ökologisch aufgewertet wird. Auch der Mitmachgarten im Riemeke konnte durch tatkräftige Unterstützung von Irmtraud Schrecker gemeinsam mit Anliegern aufgewertet werden.
Besonders hervorgehoben hat sich die Gartenausstellung. "naturnahe Gärten und ihre Künstler", die Barbara Leiße bereits im 2.Jahr organisiert hatte. Hier können sich auch schon wieder TeilnehmerInnen für das nächste Jahr melden, wenn es heißt "KünstlerInnen und ihre naturnahen Rabatten"

Bei den folgenden Vorstandswahlen wurde Dieter Dubisch als 1.Vorsitzender bestätigt. Als sein Stellvertreter kam Hubert Vitt-Wagener neu in den Vorstand. Geschäftsführer bleibt Hans Heinrich Wanko. Als Kassiererin wurde Alena Steuer bestätigt.

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