23.9.15: Landesregierung verbietet Fracking im LEP

Natur- und Umweltschutzverbände und Bürgerinitiativen waren freudig überrascht, als sie am Mittwochabend erfuhren, dass das Landeskabinett, also die Landesregierung NRW, beschlossen hatte, ein vollständiges Fracking-Verbot in den Entwurf des Landesentwicklungsplans (LEP) aufzunehmen und damit den Worten von Kraft und Remmel nun auch Taten folgen ließen.

Doch unser aller Euphorie wurde etwas gedämpft, als wir uns rechtlich beraten ließen. Noch sind auch bei uns in OWL Minden und Herford mit ihren großen gleichnamigen Aufsuchungsfeldern und der Bereich von Gütersloh  im Westen bis Barntrup im Osten, von Höxter im Süden bis Kalletal im Norden mit Städten wie  Bielefel und Detmold nicht ganz gerettet, wie ich in der nachfolgenden PM zu erklären versuche. Eine sehr wichtige Schlacht ist zwar geschlagen, der Krieg ist jedoch noch nicht gewonnen: Er wird wohl erst im Oktober im Bundestag entschieden, wenn die Entscheidung nicht erneut verschoben wird.

Daher geht unser Appell an uns alle: Sprechen wir mit unseren Bundestagsabgeordneten und fordern sie auf, gegen das vorliegende Fracking-Ermöglichungsgesetz zu stimmen! 

Fritz Buhr für die Arbeitsgemeinschaft der Paderborner Natur- und Umweltschutzverbände

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Fracking im Bundestag erneut verschoben

Bürgerinitiativen bundesweit und auch pro grün waren nach Informationen, die sie erhalten hatten, davon ausgegangen, dass der Bundestag in der 39. KW, also ab dem 21. September, über das Fracking-Regelungspaket entscheiden wollte. Jetzt ist in der letzten Woche die Tagesordnung des Bundestages im Netz veröffentlicht worden: Fracking steht nicht drauf!  

Kommt es  in der darauffolgende 40. KW in den Bundestag???

In den Sankt-Nimmerleins-Tag wird es gewiss nicht verschoben und es ist zu befürchten, dass die Regierung es im Windschatten der Flüchtlingsdebatte in trockene Tücher bringen will.

Das werden wir zu verhindern wissen!

Dazu auch der Artikel "Sagen Sie Nein zu Fracking" (NW 12.09.2015)

 

Bundestag entscheidet über "Fracking-Ermöglichungsgesetz"

Nach mehrfacher Verschiebung in den letzten zwei Jahren soll der Bundestag nun in der 39. KW ab dem 21. September  über ein "Fracking-Ermöglichungsgesetz" abstimmen. Pro grün wendet sich in einem Offenen Brief in Plakatform an die  Bundeskanzlerin und unsere heimischen  Bundestagsabgeordneten Carsten Linnemann (CDU) und Burckhardt Bienert (SPD) und fordert sie auf, dieser Gesetzesvorlage nicht zuzustimmen: Fracking zur Förderung  von Erdöl und Erdgas muss im  Bundesberggesetz ohne Wenn und Aber verboten werden!

Unser pro grün Mitglied Carsten Schmitt hat für den  Bundesweiten Verbund von  Bürgerinitiativen gegen Fracking (www.gegen-gasbohren.de) dieses Plakat entworfen, das bundesweite Anerkennung und Verbreitung findet. Es kann auch als Anzeige in Zeitungen verwendet werden. 

Bundesweit wird folgende Version des Plakats/der Anzeige verwandt:

Sie kann hier heruntegeladen werden: Plakat

Pro grün unterstützt lokale Landwirtschaft

Im Rahmen des öffentlichen Monatstreffs  informierte pro grün am 10. Februar 2015 über verschiedene Möglichkeiten der Direktvermarktung von ökologischen Produkten.

ObstGemuese-Kiste © Björn EwersDas Interesse der Gäste war vornehmlich auf die Abokiste bezogen. Daneben informierte pro grün Vorsitzender Dieter Dubisch über SoLaWi, ein neues Projekt der Solidarischen Landwirtschaft. Näheres zu SoLaWi wird in einem Pressebeitrag weiter unten erklärt.

Regionale Abokistenanbieter:

Lieferservice für ökologische Erzeugnisse
(Uli Bentler)
Die Bioland-Gärtnerei wurde 1988 von Uli Bentler gegründet und verfügt inzwischen über ca.1,5 Hektar Anbaufläche. Die Schwerpunkte liegen auf einem vielfältigen Gemüse- und Kräuteranbau. Seit 1996 wird auch ein Lieferservice für ökologische Erzeugnisse angeboten.

Ebenso wie Uli Bentler  (siehe unten) sind auch die Schloss Hamborner mit einem Marktstand sowohl auf dem Paderborner Wochenmarkt (Mi+Sa) als auch auf dem Paderborner Palavermarkt (Freitags 14 - 18 Uhr) vertreten.

Das Besondere an der Ökokiste Schloss Hamborn sind die Hamborner Produkte: Denn die Ökokiste Schloss Hamborn gehört zur Hofgut Schloss Hamborn gGmbH, die die älteste biologisch-dynamische Landwirtschaft des Landes NRW betreibt. Dort werden die Erzeugnisse der Landwirtschaft in Bäckerei, Fleischerei und Käserei auf handwerkliche Art und Weise zu einzigartigen hochwertigen Lebensmitteln in Demeter Qualität weiter verarbeitet. Eine weitere Besonderheit der Hofgut Schloss Hamborn gGmbH ist, dass sie als Integrationsunternehmen einen sozialen Ansatz verfolgt, d. h. ungefähr die Hälfte der Mitarbeiter sind Menschen mit einer Schwerbehinderung. Ziel ist es, diesen Menschen eine berufliche Perspektive zu bieten und für sie einen dauerhaften Arbeitsplatz zu schaffen. Es wird mit behinderten Menschen in einer humanen Arbeitswelt Hand in Hand gearbeitet, um ihnen die Teilnahme an sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten zu ermöglichen.

Unter folgenden LINKs können Sie sich über die Abokiste in der Region informieren:

Uli Bentler: www.lieferservice-naturkost.de

Schloß Hamborn: www.oekokiste-schlosshamborn.de

Röllingsen: www.gaertnerhof-roellingsen.de


Presseerklärung zur Information über SoLaWi :

Nachdem am 17. Januar 50.000 Menschen unter dem Motto „Wir haben es satt“ gegen die industrielle Agrarwirtschaft und gegen die Massentierhaltung protestierten, möchte pro grün vor Ort konkrete Änderungen zum Kauf- und Konsumverhalten unterstützen.

Schon in der Vergangenheit hat sich pro grün immer wieder mit dem Thema einer Direktvermarktung beschäftigt wie z. B. 1984 mit der Gründung einer Erzeuger-Verbraucher Gemeinschaft, aus der später beispielsweise der Bio-Wochenmarkt in Wewer entstanden ist. Der Paderborner Palavermarkt wurde von pro grün jahrelang mit organisiert. Auch Formen des Gemüsekisten-Abos wurden von pro grün vorgestellt und durchgeführt.

Ein neuer Ansatz der Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft heißt SoLaWi. „Wir finden diesen Ansatz sehr interessant und möchten darüber informieren“, so pro grün-Sprecher Dieter Dubisch in einer Presseerklärung.

Beim Konzept der „Solidarischen Landwirtschaft“ schließen sich VerbraucherInnen und ErzeugerInnen direkt zusammen. Nicht die Lebensmittel allein, sondern die Landwirtschaft als ganzes steht im Mittelpunkt. Bei diesem System bleibt der Handel außen vor und damit auch unnötige Handelsspannen, lange Transportwege und Verpackungsmüll.

Mit einem monatlichen Beitrag übernehmen die VerbraucherInnen die Kosten für die Herstellung von Gemüse, Obst etc. und erhalten im Gegenzug sämtliche Produkte, die ihr Hof herstellt. Sie tragen einen Teil der Verantwortung mit, damit die Existenz des Betriebes auf Dauer gesichert bleiben kann.
Auf dem Vauß-Hof in Scharmede gibt es eine Initiative, die eine solche solidarische Landwirtschaft in unserer Region einführen möchte. Ihr Anliegen ist es im Anbaujahr 2016 den Anbau von frischem Bio-Gemüse zu starten und damit eine vielfältige bäuerliche Landwirtschaft in der Region wieder einzuführen.  „Wir würden dieses Konzept gerne unterstützen“, sagt Barbara Leiße von pro grün.

Zu einer ersten Informationsveranstaltung lädt die Initiative zum 26. Februar 2015 auf dem Vauß-Hof ein und in Zusammenarbeit mit dem ADFC organisiert pro grün für den 9.5.2015 eine Radtour zum Vauß-Hof. Details über die Tour werden zeitnah über die Presse veröffentlicht.

Weitere Informationen zu diesem Konzept und über das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft:  

www.solidarische-landwirtschaft.org.

Beim nächsten pro grün Monatstreffen, am 10. Februar 2015 werden auch andere Formen der lokalen Direktvermarktung, wie Biogemüsekisten-Abo vorgestellt.
Das Treffen ist für Interessierte offen und findet jeden 2. Dienstag im Monat im
Forum Ferdinandstrasse um 20 Uhr in der Ferdinandstr. 17 statt.


 

Kreis Paderborn wird fracking-frei

Pro grün stellte im Namen der Arbeitsgemeinschaft der Paderborner Natur- und Umweltschutzverbände bei der Bezirksregierung in Arnsberg, Bergbehörde für NRW, per e-mail eine Anfrage, ob der Rechteinhaber Falke Hydrocarbons GmbH/BNK bereits einen Antrag auf Verlängerung der Aufsuchungserlaubnis für die beiden Aufsuchungsfelder FALKE und ADLER gestellt habe, da die Erlaubnis für die beiden Felder im November bzw. Dezember ausläuft.

Überraschenderweise erhielten wir schon am nächsten Tag (11.9.14) die Antwort, dass Falke Hydrocarbons über seine Kanzlei einen Antrag auf Aufhebung der
Aufsuchungserlaubnis für diese beiden Felder sowie für das Feld FALKE-SOUTH gestellt hat.

Das bedeutet, dass nach Genehmigung dieses Antrags Paderborn und seine Umgebung fracking-frei sein wird!

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